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Unsere Vision
Die Ergebnisse von 25 Jahren Forschung:

Friede ist möglich
oder
Die tiefste Sehnsucht des Herzens: Friede, Liebe und Wahrheit.

Beginnen möchten wir mit einem Zitat von Sabine Kleinhammes: "Bis zum heutigen Tag sind Menschen, die ihre Hoffnung auf Glück und Erfüllung an das Paradies im Jenseits knüpfen, nichts Verwunderliches. Wenn aber Menschen auftreten, die sagen: "Wir wollen das `Paradies` hier auf dieser Erde und am Besten noch zu Lebzeiten", und die dann noch die heissesten innersten Themen wie die Sexualität nicht ausschliessen, dann hält man sie mindestens einmal für realitätsfremd und grössenwahnsinnig oder schlicht und einfach für verrückt."

1. Die Lage unseres Planeten

Bsp.:
- Ozonloch
- Treibhauseffekt
- Klimawandel
- bevorstehende Energiekrisen
- Umweltverschmutzung
- Naturkatastrophen werden immer häufiger und extremer
- Verlangsamung des Golfstroms, des "Herzens" der Erde
- Vernichtung des Regenwaldes, der "Lunge" der Erde

Laut Greenpeace hat sich die Erdatmosphäre bereits um 0,6° C erhöht. Eine Erhöhung von 1° C hat bereits dramatische Auswirkungen auf alle Lebewesen. Einen Vorgeschmack davon bekommen wir bereits jetzt mit den Naturkatastrophen.
Jetzt könnte man natürlich sagen, diese Dinge betreffen uns ja nicht. Das ist auch richtig, wenn man übersieht, dass die gesamte Mensch-, Tier- und Pflanzenwelt ein einziges grosses Ganzes ist. Alle Umweltsünden, Grausamkeiten, Kriege usw. betreffen alle Lebewesen im Ganzen. Deshalb will man ja auch gerne wegschauen, um doch noch ein klein wenig glücklich leben zu können. Aber wegschauen hilft nicht. Nachdem alle Menschen nach Glück streben und niemand im Krieg glücklich ist, ist es das Gebot der Stunde, für Frieden zu sorgen.

2. Die Politische Theorie von Dr. Dieter Duhm

Die Politische Theorie deckt sich in vielen Bereichen mit den Gedanken von Neale Donald Walsch in seinen Büchern "Gespräche mit Gott". Der Grundgedanke lautet: "Es gibt nur ein Sein." Alles, was irgendwo auf unserem Planeten passiert, hat eine Wirkung auf das Ganze. Oder anders gesagt: Jede Tat, jedes Ereignis, jedes Verhalten erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Verhalten auch woanders im Ganzen auftritt. Diese Gedanken sind die Grundlage einer neuen Heilungsarbeit für unseren Planeten. Es geht nicht nur darum, die Folgen unserer kriegerischen Zeit zu lindern (Hilfsgüter in Krisengebiete schicken, Geldspenden, Demonstrationen usw.), sondern es geht darum, komplett neue und friedliche Lebensweisen zu erforschen und zu leben, um so die Wahrscheinlichkeit für friedliche Lebensweisen an anderen Orten unseres Planeten zu erhöhen. Diese Theorie ist wissenschaftlich belegt in der Chaos- und Holografieforschung. Mit diesen Gedanken gehen wir an die Wurzel des Kriegsproblems in uns selbst und arbeiten daran. Wir sind nämlich der Überzeugung, dass es keinen Krieg mehr gibt, wenn es keine Menschen mehr gäbe, die mitmachen. So wird der Gedanke: "Regional handeln, Global wirken" verständlich. Je stärker die Friedensinformation, das Friedensverhalten usw. ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Verhalten woanders wiederholt wird. Für alle, die vor allem die wissenschaftliche Seite der politischen Theorie kennenlernen wollen, empfehlen wir das Buch: "Zukunft ohne Krieg" von Dieter Duhm.

3. Grundgedanken für mehr Frieden auf unserer Welt

Ganz im Sinne von Immanuel Kants kategorischem Imperativ, frei übersetzt "Handle so, dass alles, was Du tust, die Grundlage eines allgemeinen Gesetzes sein kann." und der goldenen Regel von Jesus ( "Was Du nicht willst, dass man Dir tut, das füg auch keinem andern zu") glauben wir nicht, dass wir mit unseren bisherigen Strukturen weiterleben können. Gemäss den Grundgedanken der Politischen Theorie (regional handeln, global wirken) wollen wir vor allem uns selbst verändern. Der wohl fundamentalste Wandel für eine friedliche Zukunft wird im Bereich unserer Liebesstrukturen notwendig sein. Unsere derzeitige Vorstellung von der Liebe als Eigentumsrecht am anderen mit Zäunen rundherum und der Berechtigung, eifersüchtig zu sein, wenn einer der beiden die Zäune durchbrechen will, hat in unserer Gesellschaft schon zu viel Schaden angerichtet und es ist auch nicht wünschenswert, wenn alle so denken, wie wir das anhand unserer Gesellschaft sehen. Die zwischenmenschlichen sowie die gegengeschlechtlichen Beziehungen müssen offener und freier werden, wenn eine zukünftige Gesellschaft friedlich sein soll. Frei bedeutet, dass jeder für sich selbst frei entscheiden kann, welche Form einer Beziehung er führen will. Die Ehe ist ja nicht die einzige Form von Beziehung, es gibt ja noch z. B.: die Homosexualität, die Polyamorie, die Polygamie, die Promiskuität usw. Wichtig ist im Bereich der Liebe, dass jeder für sich selbst entscheiden darf, welche Form von Beziehung er wünscht, dass also die Forderung des anderen wie bei der Ehe ("Du musst mir treu sein") wegfällt. Wir haben für eine zukünftige Befreiung der Liebe nur einen Ausweg gefunden, nämlich ein Leben in einer grösseren Gemeinschaft.

4. Werte

Ich habe im Internet einen Sektenbeitrag gelesen, in dem die Veröffentlichungen von Dieter Duhm als "wenig informativ" und viel "ideologisches Beiwerk" enthaltend bezeichnet wurden. Abgesehen davon, dass in unserer Gesellschaft alles als "Sekte" verleumdet wird, was nicht der Norm entspricht, sind wir der Überzeugung, dass alles, was uns Menschen leitet, Werte und Ideale sind. Wenn ich blind und unhinterfragt der allmächtigen Wissenschaft glaube wie ein Sektenanhänger seinem Guru, dann muss ich alles bekämpfen, was nicht dieser "Norm" entspricht. Ich muss mir aber auch vor Augen führen, dass der Wert, der mich leitet, eher blinder Gehorsam ist als echte Wahrheit. Jeder Wert und jedes Ideal zieht gewisse Konsequenzen nach sich, an denen man wiederum den Wert und das Ideal erkennen kann. So haben z. B.: egoistische Menschen oft kein sehr glückliches und erfülltes Leben, gemessen am möglichen Glück. Auch gesellschaftlich gesehen bringt eine egoistische Gesellschaft egoistische unglückliche Menschen hervor. Also kann man ohne Verurteilung feststellen, dass es in unserer Gesellschaft viele unglückliche Menschen gibt. (Selbstmordrate, Arbeitslosigkeit und Armut, Isolation usw.) Interessanterweise ist der Mensch aber ein Wesen, das nach Glück und Erfüllung strebt. Gerade deshalb ist es wichtig, in unserer Gesellschaft neue Werte an die Spitze zu setzen in Form einer kleinen Modellgesellschaft, die nach anderen Werten lebt. Welches sind nun die Werte, die in unserer derzeitigen Gesellschaft vorherrschen?
Zum einen Profitgier und Geiz, wie wir an der Politik der grossen Unternehmen sehen können (z. B.: Rekordgewinne und trotzdem Massenentlassungen, Reiche werden immer reicher,...) und an der Tatsache, dass es überhaupt so immens grosse Einkommensunterschiede zwischen den Menschen gibt. Es wird immer mehr Profit gemacht und immer weniger davon an andere Menschen gegeben.
Zum anderen sind die Werte unserer Gesellschaft Besitzdenken und Angst. Im wirtschaftlichen Bereich zeigen sich diese Werte in der Existenz der Konkurrenzsituation (künstliche Knappheit), die bis in den "privaten" Bereich der reinen Zweierbeziehung und Ehe geht. Hier führt das Besitzdenken und die Verlustangst zu dem Irrglauben, dass Eifersucht als Liebesbeweis zu einer Beziehung dazugehört. Angst im Wirtschaftssystem führt auf der einen Seite zu Preisverfall durch die Konkurrenzsituation und deswegen auch zu immer neueren, "moderneren" Produkten, die aber immer mehr die Umwelt belasten. (Stromverbrauch, Entsorgung, Belastungen bei der Produktion usw.)
Weil alles in unserem Leben wie ein Netzwerk zusammenhängt, sind die Werte des Wirtschaftssystems auch die Werte der Gesellschaft und aller zugehörigen Personen. Deshalb ist es für Menschen, die sich aus freiem Willen für andere Werte entscheiden, sehr schwer, diese in unserer Welt zu leben bzw. zu vertreten. Auch deshalb gibt es den Gedanken der Gemeinschaft, in der Menschen ihre Ideale leben können und auch in einer Umgebung leben, in der ähnliche Ideale gelebt werden. Welche Werte wollen wir in der Gemeinschaft leben?

a. Wahrheit, Liebe und Ehrlichkeit

Diese Werte hören sich klar an in einer friedlichen Gemeinschaft, sind aber sehr schwer zu leben. Wenn man Wahrheit und Ehrlichkeit leben möchte, wird man seinen gesamten Alltag auf diese Kriterien prüfen und erkennen, wo man ehrlich ist und wo man nicht ehrlich ist. Es geht dabei nicht um Verurteilung, sondern um Bewusstwerdung. Das fängt bei der einfachen Frage: "Wie gehts Dir?" und der ebenso monotonen wie oft gelogenen Antwort: "Sehr gut" an und geht bis in den blinden Wissenschaftsglauben, wo man die Wahrheit spürt, aber nicht wahrhaben will. Ein Beispiel dafür ist die Gesundheitsindustrie, die längst nicht mehr nach der Wahrheit im Bereich der Gesundheit sucht, sondern nur forscht, wie man Gesundheit mit Hilfe von Pillen herstellen kann, was sehr profitabel ist, mit der Wahrheit jedoch nichts zu tun hat. Wahrheit in zwischenmenschlichen Liebesbeziehungen bedeutet, die Anziehungskraft eines Dritten nicht mehr zu unterdrücken, weil es moralisch richtig ist, sondern offen auszusprechen.

b. Gegenseitige Unterstüzung und Angstfreiheit

Gegenseitige Unterstützung bedeutet, gemeinsam das Leben zu leben und angstfrei die Augen offen zu halten, wer wo Hilfe und Unterstützung benötigt. Diese Werte schliessen die gesamte Tier- und Pflanzenwelt mit ein und machen es unmöglich, dass ganze Landstriche abgeholzt werden aus Profitgründen oder dass sich eine Industrie entwickelt, die erst Jahrzehnte später die Umweltschädlichkeit "bemerkt" (Atomindustrie).

c. Vertrauen und unverlogene Lebenspraxis

Der Wert Vertrauen schliesst in letzter Konsequenz noch den grossen Bereich der Spiritualität mit ein. Gemeint ist nicht nur ein Vertrauen in andere Menschen mit Vertrauensräumen, in denen dieses Vertrauen wachsen kann, sondern auch ein Vertrauen in eine höhere Macht, Kraft, in Gott oder wie auch immer man diese Macht bezeichnen möchte. (Ki, Reiki, Chi, "heilige Matrix", "Weltengedächtnis", "Akasha Chronik",....) Der Mensch soll wieder eingebettet werden in seine kosmische Herkunft.
Unverlogene Lebenspraxis betrifft den gesamten Alltagsbereich wie der Wert Wahrheit. Wir sind derartig verstrickt in Gewaltstrukturen unserer Gesellscha
t und unseres Wirtschaftssystems, dass es sehr schwer ist, diese Strukturen überhaupt zu sehen. Ein einzelner Mensch, der sich entscheidet, Friedensarbeiter zu sein, wäre mit einer unverlogenen Lebenspraxis
in unserer Gesellschaft nicht lebensfähig. Unverlogene Lebenspraxis würde bedeuten, keine Versicherungen und kein Konto bei einer Bank, weil sie indirekt (Börse) am Kriegstreiben mit Schuld sind. Kein Fleischkonsum, weil das Krieg gegen Tiere ist, keine Kosmetika, fürdie Tiere leiden mussten, keine Medikamente usw. Wir möchten damit aufzeigen, wie kriegerisch unsere Gesellschaft ist, wenn friedliche Menschen nicht überleben können, und wie notwendig es ist, sich im Namen des Friedens zu grösseren Gemeinschaften zusammenzuschliessen, weil einzelne Friedensarbeiter verloren sind in unserer Gesellschaft. Natürlich müssen wir auch in einer Gemeinschaft Kompromisse eingehen, was eine unverlogene Lebenspraxis betrifft (z. B.: Bankkredit zur Finanzierung), aber wir schaffen die Möglichkeiten, im Laufe der Zeit zu einer unverlogenen friedlichen Lebenspraxis zu gelangen.

5. Die Gemeinschaft allgemein

Wir glauben, dass der Mensch früher einmal eingebettet war in die Gemeinschaft von Mensch, Tier und Natur. Menschen lebten in einer Art Stammesgemeinschaft, in der sie Trost, Hilfe und Heimat gefunden haben. Eine Stammesgemeinschaft muss nicht unbedingt verwandt miteinander sein oder von klein auf bestehen. So eine Stammesgemeinschaft kann sich auch erst später zusammenfinden. Wenn es gelingt, in solchen Gemeinschaften absolut friedliche Strukturen aufzubauen, so können viele solcher Gemeinschaften global wirken und eine grosse Veränderung unserer gesamten Gesellschaft und mit ihr unseres gesamten Planeten hervorrufen. Das ist unser erklärtes Ziel.
Kinder sind in einer Gemeinschaft natürlich ein wichtiger Bestandteil. In einer Gemeinschaft ist ein freies Kinderaufwachsen eher möglich, weil sich das Kind seine Bezugspersonen selber aussuchen kann. Dadurch, dass in einer Gemeinschaft ständig an den einzelnen Mitgliedern gearbeitet wird, haben es Kinder mit Menschen zu tun, die selbst das Leben hinterfragen und danach handeln. In einer sogenannten "Kinderrepublik" können die Kinder frei leben und neue Verhaltensweisen spielerisch erproben. Natürlich ist dafür eine gewisse Reife der Kinder notwendig. Ab einem gewissen Alter fühlen sich Kinder in einer Kinderrepublik einfach wohl. Zudem finden Kinder in einer Gemeinschaft ein Zuhause der Stabilität, der Liebe und der Geborgenheit.

6. Unser Projekt:

a. das Haus

folgt in Kürze

b. Alltag

Wie würde ein typischer Tag in einem so grossen Gebäude aussehen? Nun, jedes Gemeinschaftsmitglied bekommt spezielle Aufgaben, die das Zusammenleben aller Gemeinschaftsmitglieder einfacher macht und sich nach den Vorlieben und Bedürfnissen der einzelnen Gemeinschaftsmitglieder richten. Es wird Menschen geben, die den ganzen Tag zu Hause sind und es wird Menschen geben, die arbeiten gehen, um Geld zu verdienen. Sofern es die Arbeit der arbeitenden Menschen zulässt, wird es genug Freizeit geben, um alle Bedürfnisse zu befriedigen. Es wird auch die Möglichkeit geben, innerhalb des Gebäudes Geld zu verdienen. Wir denken dabei z. B.: an eine Reparaturwerkstatt für Autos.
Es wird geregelte Rahmenzeiten geben für Frühstück, Mittag- und Abendessen, sodass sich jeder selbst danach richten kann.

c. Arbeiten

Für die Finanzierung des Gebäudes muss es am Anfang Menschen geben, die ausserhalb der Gemeinschaft arbeiten gehen. Diese Menschen gehen einem regulären Job nach und leisten so einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft. Die Aufgaben, die solche Menschen in der Gemeinschaft haben werden, halten sich in Grenzen, damit noch viel Zeit für andere Dinge bleibt. Die Aufgaben aller Gemeinschaftsmitglieder werden nach ihren jeweiligen Vorlieben aufgeteilt. Wann welche Aufgaben zu erledigen sind, kann sich innerhalb eines Rahmens jeder selbst einteilen.
Es geht nicht nur darum, in Frieden zu leben, sondern vor allem darum, den Menschen Gutes zu tun. So könnte z. B.: die Werkstatt Menschen offenstehen, die billig ihr Auto reparieren lassen wollen usw.

d. Freizeit

Wichtig ist, dass jedes Gemeinschaftsmitglied genug echte Freizeit hat, um alle seine Lebensbedürfnisse zu befriedigen. Echte Freizeit ist für uns die Zeit, die jemand hat, wenn er etwas tut, was ihm Spass macht. Bei echter Freizeit geht es nicht um Pflichterfüllung, sondern einfach um Spass.
Die genaue Funktion und Einrichtung der Räume im Gebäude richtet sich nach den Bedürfnissen der einzelnen Gemeinschaftsmitgliedern. Eine Bibliothek und einen Fitnessraum sollte es auf jeden Fall geben.

e. eine neue Perspektive für junge Menschen und Kinder

Ein Streetworker, der sich um drogenabhängige Jugendliche gekümmert hat, sagte einmal im Fernsehen: "Wenn Kinder in Liebe und Geborgenheit aufwachsen, so laufen sie niemals Gefahr, drogenabhängig zu werden." Hinter diesem Satz steckt eine tiefe Wahrheit. Wir wollen in der Gemeinschaft den Kindern diese geistigen Räume der Geborgenheit und Liebe bieten. Dadurch, dass sich die erwachsenen Personen in der Gemeinschaft vor allem selbst weiterentwickeln und an sich arbeiten, und dadurch, dass ein Kind von vorneherein mehr Bezugspersonen als nur Mama und Papa hat, werden negative Verhaltensweisen (z.B.: Aggression) nicht in dem Ausmass und in der Intensität an das Kind weitergegeben wie in einer normalen unhinterfragten Zweierbeziehung. Auch Jugendliche würden sich in einer Gemeinschaft wohlfühlen, in der sie in der pubertären Phase genauso akzeptiert und geliebt werden, wie in der Kindheit. Die Pubertät stellt einen wesentlichen Wandel im Leben des Kindes dar. Ein Kind wird durch die Pubertät erwachsen, so wie eine Raupe durch die Entpuppung zu einem Schmetterling wird. In dieser Phase brauchen die Jugendlichen viel Rückhalt und viele Freunde zum Reden. Auch die Sexualität, der interessanteste und wichtigste Bereich in dieser Phase, darf nicht zu kurz kommen. Wir wollen Möglichkeiten schaffen, wo jeder Mensch seine Bedürfnisse befriedigen kann. Jugendliche brauchen auch keine Angst vor zukünftigen Schwangerschaften zu haben, weil auch weitere Kinder in der Gemeinschaft gut aufgehoben sind. Es ist von jedem Gemeinschaftsmitglied dafür Sorge zu tragen, dass sich alle wohlfühlen.

f. die erotische Akademie

Alle Gemeinschaftsprojekte, die den wichtigen Kernbereich von Liebe und Sexualität ausgeklammert haben, sind an ihren inneren Konflikten (Eifersucht, "falsche" Treuevorstellungen und Zwangsmoral usw.) gescheitert. Diese Tatsache allein zeigt, wie wichtig das Thema Liebe und Sexualität ist. Man kann natürlich vor diesem Thema fliehen und sich für eine normale Ehe entscheiden, aber spätestens dann, wenn man Zeit hat, nüchtern auf sein Leben zurückzublicken, kann es sein, dass man sich denkt: "Ich bin 30 Jahre verheiratet, habe zwei erwachsene Kinder und viel Alltag. War das wirklich alles, was das Leben zu bieten hat?" An diesem Punkt ahnt man vielleicht, wieviel nicht gelebtes Leben an einem im Laufe der Jahre vorbeigeflossen ist.
An dieser Stelle wäre es vielleicht angebracht, über das Wesen von Liebe zu sprechen. Was ist Liebe? Für viele Menschen ist Liebe ein Gefühl, das kommt und wieder vergeht und für viele Menschen gehört auch Eifersucht als Gefühl, das in Zusammenhang mit Liebe auftritt, zur Liebe. Das, was viele Menschen unter "Liebe" verstehen, ist also eine Mischung aus Liebe, Besitzdenken und Angst.
Für uns ist die Sonne ein Inbegriff von Liebe. Sie schenkt allen Wesen unseres Planeten ihre Liebe, egal ob diese Wesen "gut" oder "böse" oder dankbar sind oder nicht. Für uns geht Liebe in diese Richtung. Liebe ist Geben und Nehmen, ohne zu fordern. Liebe ist bedingungslos und frei. Natürlich entscheidet am Anfang einer Liebesbeziehung Sympathie über die Zukunft dieser Beziehung, aber Liebe ist für uns nicht nur eine Gefühl, sonder vor allem auch eine Entscheidung für einen oder mehrere andere Menschen oder eine Idee oder ..... . Für Dieter Duhm und auch für uns gründet sich Liebe auf Wahrheit, leiblicher Freude, gegenseitiger Unterstützung, auf die verantwortliche Teilnahme und auf die Hilfe für alle Wesen. Dazu braucht es immer wieder die bewusste Entscheidung für die Liebe an sich. Genau diese Form von Liebe vermisse ich in unserer heutigen Zeit.
Ein Problem unserer Zeit ist sicherlich die zwischenmenschliche Isolation. Darunter verstehen wir, dass die Menschen wie mit Käfigen (Stichwort: Charakterpanzer) durch die Gegend laufen, von niemandem etwas wissen wollen ausser von einer einzigen fremden Person (zukünftige/r Ehemann/frau) und dessen / deren Angehörigen und von Freunden, die man meistens schon von Kindheit an kennt. Es gibt auch keine Räume, in denen sich fremde Menschen kennenlernen und näherkommen können. Hier könnte die sogenannte "erotische Akademie" Abhilfe schaffen. Eine "erotische Akademie" hat zwei Bereiche. Der eine Bereich betriffe die Kennenlernphase. Die "erotische Akademie" stellen wir uns als grossen Raum vor, er kann auch unterteilt sein, wo jeder Mensch allein durch seine Anwesenheit Kontaktfreude signalisiert. Da kann es natürlich passieren, dass zwischen zwei Menschen die Anziehungskraft und die Leidenschaft so gross ist, dass kein vernünftiges Gespräch mehr möglich ist und dass sie diese Energie zuerst einmal im Bett abbauen sollten. Auf jeden Fall können sich hier zukünftige Freundschaften und Partnerschaften entwickeln, die auch ein Leben lang halten können.
Der zweite Teil der erotischen Akademie betrifft die Sexualität selbst. Dabei wollen wir mit einem grundlegenden Irrtum aufräumen, nämlich mit dem Irrglauben, die Frau sei kein sexuelles Wesen, sondern nur eine Hilfe für die Befriedigung des Mannes. Anders als aufgrund dieses Irrglaubens können wir uns die Entscheidung vieler Frauen, sich sexuell an einen einzigen Mann zu binden (Ehe) nicht erklären. Eine sexuell voll und ganz erwachte Frau würde sich dazu nie bereiterklären. Sexuell erwachte Menschen stehen nicht unter Zwang, weder unter dem Zwang, ständig Sex zu haben, noch unter dem Zwang, ständig auf Sex zu verzichten. Aber sexuell erwachte Menschen sind sich ihrer Sexualität bewusst und umgeben sich auch mit Menschen, die sexuell erwacht sind, sie schaffen also die Möglichkeit, Sex und Liebe zu empfinden ohne Zwang und Verstellung. Sexuell erwachte Menschen müssen nicht zu jedem Menschen, der mit ihnen schlafen will, "ja" sagen, aber sexuell erwachte Menschen sagen "Ja" zur Sexualität und wählen einen entsprechenden Ton bei Ablehnung, weil sie verstehen, was in dem anderen vorgeht. "Ja" zur Sexualität bedeutet gleichzeitig auch ein "Nein" zu Gewalt und Lüge. Plätze zu schaffen, in denen man herausfindet, wie Menschen sexuell erwachen können, ist die Aufgabe der erotischen Akademie. Wenn die Frage: "Willst Du mit mir schlafen" mit all ihren Gedanken, Sehnsüchten und Wonnen so alltäglich geworden ist wie heutzutage die Frage nach der Uhrzeit, dann hat die erotische Akademie ihr Ziel erreicht.

g. Die Anforderungen

Unser Ziel ist, dass wir friedliche Menschen werden. Es ist nicht wichtig, ob Sie diesen weiter unten angeführten Eigenschaften entsprechen, wichtig ist, dass Sie daran arbeiten wollen, diesen Eigenschaften zu entsprechen.

Friedliche Menschen haben folgende Fähigkeiten:
1. Man hat keine Angst voreinander
2. Man reagiert und urteilt nicht mehr aus dem Gefüh der Verletztheit, der Beleidigung und der Wut heraus
3. Man ist fähig, zu jeder Zeit und an jedem Ort das Vertrauen zu wahren, egal, was passiert
4. Man ist fähig, auch in Engpässen und Stesssituationen stressfrei zu handeln
5. Man ist fähig, einen körperlichen oder seelischen Stoss abzufangen ohne Wut und ohne Leiden
6. Man achtet ohne Wut auf Kritik, die einem andere entgegenbringen und zeigt eine souveräne Bereitschaft zur Selbstkorrektur
7. Man behält die Wachheit zur dauernden Selbstkorrektur
8. Man ist grundsätzlich nicht mehr auf die Verurteilung anderer eingestellt, sondern auf ihre Unterstützung
9 Man steht in dauernder Verbindung mit der universellen, göttlichen Kraftquelle

Quelle: Studienreihe Tamera Bd. 2: S. 68 ff

h. Finanzen

Alle Einkünfte aller Gemeinschaftsmitglieder kommen in einen Topf und werden für Gemeinschaftsausgaben (Kreditrückzahlung, Essen, Bedürfnisbefriedigung der einzelnen Gemeinschaftsmitglieder usw.) verwendet. Jedes Gemeinschaftsmitglied erhält z. B.
€ 50,-- zur freien Verfügung. Interessant dabei ist, dass jedes Gemeinschaftsmitglied Leistungen von der Gemeinschaft bekommt ( z.B.: keine Angst vor Arbeitslosigkeit, sichere Unterkunft in der Pension usw.)

i. Schwimmen lernen

Dieter Duhm verwendet in der Studienreihe Tamera Bd. 1 den schönen Vergleich der Friedensarbeit mit dem Schwimmen lernen als Kind. Wir möchten hier ein paar Auszüge zitieren: "Das Schwimmenlernen ist eine ungeheuer ernste Geschichte. Davon hängt ab, ob man überlebt oder untergeht. Gleichzeitig liegen auch hier Ernst und Spass sehr dicht beieinander. Wer gut lernt, hat bestimmt ein heiteres Gemüt.
Beim Schwimmenlernen gibt es drei Aspekte:
Erstens: Wir müssen schwimmen lernen, sonst gehen wir unter. Diese Art von "muss", die hier gemeint ist, steckt hinter jedem wirklichen Lernen. Was ist das für ein "Müssen"?
Zweitens: Wir können schwimmen lernen, denn wir sehen ja, zumindest in unserem Umfeld, dass alle schwimmen können. Wir haben nie im Leben daran gezweifelt, dass wir schwimmen lernen werden, so wie wir auch nie daran gezweifelt haben, dass wir Fahrrad fahren lernen können. Wir leben in einer Kultur, in der das Schwimmen-Können zur Selbstverständlichkeit gehört. Das ist ein interessanter Aspekt. Würden wir nicht zu einer solchen Kultur gehören, könnten wir alle nicht schwimmen, wir hätten grösste Mühe, es zu lernen und würden es wahrscheinlich nicht schaffen, weil wir nicht wüssten, wie wir es machen sollten.
Drittens: Wenn man schwimmen kann, dann ist es dermassen leicht, dass man es nicht verstehen kann, warum man es einmal für schwer gehalten hat. Es ist so leicht, im tiefen Wasser zu schwimmen, dass allein der Versuch unterzugehen, an der Leichtigkeit des Schwimmens scheitert. Es ist selbstverständlich, zu schwimmen. Ich kann absichtlich jede noch so komische Bewegung machen, ich kann im Wasser liegen und die Beine hochstrecken, ich kann allerhand Unfug treiben, trotzdem bleibe ich mit grösster Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit im Milieu des Schwimmens, im Milieu des Wassers. Mein Körper, mein Geist und meine Seele haben alles aufgenommen, was notwendig ist, um in diesem Milieu zu leben. Mein Körper, meine Seele und mein Geist können sich kaum noch vorstellen, wie es war, als ich noch nicht in diesem Milieu gelebt habe."
Das wird unsere Aufgabe in der Gemeinschaft sein, also Friedensarbeiter zu werden. Das müssen wir genauso lernen wie wir als Kinder Schwimmen gelernt haben.

j. Ziele

+ Durchsetzung eines neuen sexuellen Humanismus

+ Sätze: "Der Sinn allen Lernens auf der Erde besteht darin, die Liebe zu lernen."
"Du kannst nur treu sein, wenn Du auch andere lieben darfst."
"Es kann auf der Welt nur soviel Friede existieren, wie Du in dir selbst verwirklicht
hast."
"Es kann auf der Welt keinen Frieden geben, solange in der Liebe Krieg ist.
Diese Sätze wollen wir in der Gemeinschaft mit Inhalt füllen und umsetzen.

+ Schaffung einer friedlichen grossen funktionierenden Gemeinschaft in gegenseitiger Anerkennung und Unterstützung mit dem Ziel, möglichst schnell unabhängig zu werden.

+ Einbettung unseres Lebens in die "heilige Matrix" des Lebens

+ Pflege, Achtsamkeit und Kooperation mit allen Wesen der Natur

+ Wiedervereinigung der Geschlechter in Solidarität und Partnerschaft

+ Sexuelle Liebe ohne Verbot, ohne Lüge und Erniedrigung

+ Stabile Beziehungen für das Aufwachsen der Kinder

+ Ein Netzwerk des Vertrauens über der ganzen Erde

+ Reale Heilungsbiotope für die Verwirklichung dieser Vision

k. 1. Schritte

Diese Vision wird auch in Papierform gedruckt werden. Mit dieser Mappe möchten wir dann unter Menschen gehen und ihnen von unserem Vorhaben berichten. Auch Postwurfsendungen, in denen die Gemeinschaftsgedanken vorgestellt werden, wären eine Überlegung wert.